Die Kirchenrenovierung von St. Michael in Michelbach
 

St. Michael wird jetzt renoviert



Der Anfang:

Zur Unterstützung der Renovierung der Michelbacher Kirche St. Michael wurde am 12. Juli 2002 ein Kirchenbauverein gegründet. Zweck des Vereins war die ideelle und materielle Förderung und Unterstützung der dringend notwendigen Außen- und Innenrenovierungsarbeiten unserer Michelbacher Pfarrkirche. Dieser Verein konnte nun, nach Abschluß der Renovierung am 15.5.2008 satzungsgemäß wieder aufgelößt werden.

515.964,86 EUR hat die Renovierung (ohne Orgelsanierung) gekostet. Die Erzdiözese Freiburg gewährt für die Außensanierung 1/3 und für die Innensanierung 1/4 der Kosten als Zuschuss. Die Architektenkosten übernimmt die Erzdiözese ganz. Neben den vorhandenen Eigenmitteln und den von vielen Helfern unermütlich erbrachten Eigenleistungen während der Renovierungsphase war es unumgänglich, ein Darlehen aufzunehmen. Deshalb ist es wichtig, dass die Kirchengemeinde recht bald auch viele Menschen motivieren kann, sich durch Spenden - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - an der Finanzierung unserer Kirchenrenovierung zu beteiligen.

St. Michael in Michelbach

aktuell:

Kleine Michelbacher Kirchenverwaltungsgeschichte von 1975 - 2005

„Mein Gott, sieht eure Kirche aus“ so die Äußerung von Weihbischof Reiner Klug, eine Bemerkung, die vielleicht auch so manchem Michelbacher Bürger auf der Zunge liegt.

Ein Glücksfall für unsere Pfarrkirche in den 70-er Jahren war das wirklich gute Zusammenwirken eines handwerklich und künstlerisch begabten Dreigestirns. Sie sind uns in guter Erinnerung unser langjähriger Seelsorger Pfr. Spangenberg, unser Holzschnitzer Rudolf Preißler und unser Schreinermeister Eugen Detscher, 2004 zu Grabe getragen. Sie gestalteten das Gotteshaus so wie wir es heute vorfinden. Schulden waren von der nachfolgenden Generation keine zu tilgen.

Bekanntlich stehen auf dem Pfarrareal noch andere Baulichkeiten, an denen der Zahn der Zeit nagte und mit deren Umgestaltung man sich befassen musste. Das historische Pfarrhaus verschlang 1976/77 einige Hunderttausend-DM, über das doppelte seiner veranschlagten Bausumme und erzeugte damit ein Finanzdefizit, von dem sich die Pfarrgemeinde lange Zeit nicht erholte. Zu viel Unabwägbarkeiten sorgten täglich für unangenehme Überraschungen.

Anfang der 80-er Jahre wurde das Kindergarten-Außengelände neu gestaltet, das Gebäude außen und innen neu gestrichen, später die Heizung total erneuert, 1993 das Sternenzimmer und die Küche neu geschaffen, die oberen Räume wiederum restauriert, Deckenisolierungen vorgenommen, neue Fenster mit Jalousien, neue Toiletten installiert.

Aus Sicherheitsgründen stand in der Kirche 1985 die gesamte Umstellung der Elektrik an. Hinzu kam die Lautsprecheranlage, etwas später die Installation des Blitzschutzes. Die Außentreppen waren fällig, die Isolierverglasung der Fenster, das unerträgliche Geknarre des Emporebodens wurde behoben.

Mit dem nächsten Schneetreiben wäre wahrscheinlich das stark durchhängende Scheunendach eingestürzt. Notlattungen hatten die Jahre zuvor den Durchbruch verhindert. Was blieb also zu tun?

Mit der Auflösung des Krankenvereins wurde auch die Ordensstation geschlossen. Das Schwesternhaus mit dem alten Kindergarten wurde umgebaut und einer neuen Bestimmung zugeführt.

Es war die Zeit der Gebälkpräparierung, also kam auch das Kirchenschiff dran. Dabei wurde auch der total verwurmte Deckenboden erneuert, die Schlacken vorher ausgeräumt, die Hohlräume mit Glaswolle isoliert, im Turmbereich das von aggressiver, schwefelhaltiger Schlacke zerstörte Gebälk erneuert.

Im Pfarrhaus ging’s weiter mit dem Ersatz des Heizaggregates mit der Totalerneuerung des Außenkamines usw. und sofort. Gott sei Dank ist das Haus seit dem Wegzug von Pfr. Waibel wieder bewohnt und vermietet. Im Haushalt waren stets Reparatursummen vorgesehen, aber gereicht hat’s allemal nicht. Hinter allen aufgezeigten Projekten standen trotz Bezuschussung zig tausend DM, welche die Pfarrgemeinde selbst zu tragen hatte. Ohne ständigen Einsatz von vielen ehrenamtlichen Helfern hätte der ganze Kirchen-Komplex nicht aufrecht erhalten werden können.

Pfr. Huber zitierte hierzu einmal einen Mönch der Kirche der Frühzeit: „ecclesia semper restauranda“. - Die Kirche hat immer zu erneuern - wie recht er hat. - Hans Anselm -

Abschluß der Renovierung in St. Michael Michelbach


Am 30.9.2007, am Tag, an dem das Patrozinium von Sankt Michael gefeiert wird, nahmen wir unsere Pfarrkirche wieder in Besitz. Ein freudiger Anlass, der auch gebührend gefeiert wurde:

"Man braucht „Renovierungserfahrungen“: Das Ausweichen an einen anderen Ort schweißt eine Gemeinde zusammen. Viele Arbeiten konnten wir selbst erledigen – und man lernt sich dabei neu kennen. Gemeinsames Tun verbindet, die Renovierung schweißt Gemeinde zusammen, nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Und diesen Zusammenhalt werden wir in den nächsten Jahren auch brauchen. Die Renovierung ist abgeschlossen, aber die Last trägt die Gemeinde noch über viele Jahre. Und wenn die Kirche in neuem Glanz erstrahlt, dann kann es Gemeinde auch. Was nützt die schönste, strahlende Kirche, wenn sie nicht aufgesucht oder nur als Kleinod betrachtet wird, das besichtigt werden muss? Kirche lebt von der Gemeinde, die in der Kirche ihre Gottesdienste feiert. Renovierung, Erneuerung ist etwas anderes als Restauration, Wiederherstellung. Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, unsere Kirche so zu erneuern, dass sie den veränderten Bedürfnissen der Menschen und der Zeiten gerecht werden kann. Es war nie angezielt eine Kirche in den Zustand zu versetzen, den sie einmal hatte, auch wenn wir Wert darauf legen, dass die Spuren der Vergangenheit immer sichtbar sind und bleiben. Unsere Aufgabe wird es sein, auch in Zukunft unsere Kirche vor Ort mit Leben und Glanz zu füllen. Das ist keine allzu schwere Aufgabe. Im Ausweichort Friedhofskapelle hat es die Michelbacher Gemeinde wider Erwarten geschafft, dann können wir es auch in der Pfarrkirche."(NK)


Info über den Kontostand mit den nach Abschluss der Außenrenovierung eingegangenen Spenden:


Am 15.5.2008 hatte der Spenden-Kontostand die Marke 193.969.29 Euro erreicht. Dies war nur durch die tatkräftige Unterstützung unserer Mitglieder, Einzel- und Dauerspender sowie zahlreichen Gönnern unseres Vereins möglich. Auch die 2006 und 2007 gelaufene Aktion des Verkaufes unseres „Kirchenbauweines“ trug erheblich zu diesem Erfolg bei.

Es ist uns ein Bedürfnis all unseren Spendern, Mitgliedern, Vereinen, Gewerbetreibenden und Gönnern für ihre großartige Unterstützung auf das Herzlichste zu danken. Bleiben Sie uns bitte weiterhin verbunden.

Über den aktuellen Spendenstand zum Kirchenbau kann man sich direkt informieren durch das an der Kirchenmauer angebrachte "Spenden-Thermometer", das in liebevoller Kleinarbeit einiger Michelbacher Gemeindemitglieder gestaltet worden ist.




Wie kann ich helfen?


Sie können sich mit einer freiwilligen Spende engagieren und dazu auf folgendes Konto einen beliebigen Betrag überweisen. Eine Spendenbescheinigung wird Ihnen - wenn Sie es wünschen und Ihren Namen und Adresse angeben - selbstverständlich zugestellt.


Spendenkonto: 22 291 904

Volksbank Baden-Baden + Rastatt eG, BLZ: 662 900 00